Die meisten Payback-Nutzer halten an der Kasse ihre Karte hin, sammeln ein paar Punkte und lassen sie irgendwann als Rabatt verrechnen. Und genau da liegt das Problem: Ohne Coupons ist Payback ziemlich langweilig. Mit Coupons wird daraus ein Werkzeug, das euren Einkauf um den Faktor 10 bis 50 aufwertet. Wir zeigen euch an unseren echten Coupons dieser Woche, was das konkret bedeutet, warum die Bezahlkarte den zweiten Stapel Punkte bringt — und rechnen ehrlich vor, wie weit man damit wirklich kommt.

Stand: [Monat Jahr] · Alle Zahlen sind Beispielrechnungen und keine Garantie — Coupons sind personalisiert und unterscheiden sich von Konto zu Konto.

Die Basis: erschreckend wenig

Fangen wir mit der nüchternen Wahrheit an. Bei Edeka bekommt ihr einen Payback-Punkt je volle 2 Euro Einkaufswert. Ein Punkt ist beim Einlösen einen Cent wert. Das heißt im Klartext: Ohne Coupons sammelt ihr 0,5 Prozent eures Einkaufs.

Bei einem Wocheneinkauf über 120 Euro sind das 60 Punkte. Also 60 Cent. Dafür lohnt sich das Kartevorzeigen ehrlich gesagt kaum.

Deswegen ist der wichtigste Satz dieses Beitrags dieser: Der Wert von Payback steckt nicht in der Basis, sondern komplett in den Coupons.

Die drei Coupon-Typen — und was sie wirklich bringen

In der App tauchen drei Arten von Coupons auf, und die unterscheiden sich massiv in ihrer Wirkung.

1. „x-fach Punkte auf den Einkauf“ — der Allrounder

Der wertvollste Coupon-Typ, weil er auf den gesamten Einkauf wirkt. Aus 0,5 Prozent werden bei 10-fach eben 5 Prozent.

Beispiel: 120 Euro Einkauf, Basis wären 60 Punkte. Mit einem 10-fach-Coupon sind es 600 Punkte. Aus 60 Cent werden 6 Euro Gegenwert — für exakt dieselben Lebensmittel.

2. „x-fach Punkte auf [Kategorie]“ — der unterschätzte Hebel

Diese Coupons gelten nur für eine Produktgruppe, sind dafür aber oft brutal hoch. In unserer App liegen diese Woche zum Beispiel 50-fach auf Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel und 44-fach auf Mundpflege.

Rechnen wir das durch: 30 Euro für Waschmittel, Spülmittel und Putzzeug. Basis wären 15 Punkte. Mit 50-fach sind es 750 Punkte — also 7,50 Euro Gegenwert auf einen 30-Euro-Einkauf. Das entspricht 25 Prozent.

Genau deshalb kaufen wir Wasch- und Putzmittel inzwischen nicht mehr dann, wenn sie leer sind, sondern dann, wenn der Coupon läuft. Das ist der eine Gewohnheitswechsel, der am meisten bringt.

3. „x Extra-Punkte auf [Produkt]“ — nur bei Bedarf

Feste Punktezahl für ein bestimmtes Produkt, bei uns gerade 40 Extra-Punkte auf Zottarella und 20 auf eine Nudel-Marke. Nett, wenn man das Produkt sowieso kauft — aber nie ein Grund, etwas Neues in den Wagen zu legen. 40 Punkte sind 40 Cent. Ein Produkt, das ihr nicht braucht, kostet euch mehr, als der Coupon einbringt.

📷 BILD HIER: Screenshot eurer aktivierten Coupons (Adresse des Marktes vorher wegschneiden)

Unsere Rechnung für eine echte Woche

Nehmen wir einen Wocheneinkauf über 150 Euro, bei dem die Coupons gut passen: 30 Euro Wasch- und Putzmittel, 15 Euro Drogerie, dazu ein Warenkorb-Coupon. So sieht der Unterschied aus:

150 € Einkauf — ohne und mit Coupons
Ohne Coupons (Basis)75 Punkte
Mit 10-fach auf den Einkauf750 Punkte
+ 50-fach auf 30 € Putzmittel+ ca. 700 Punkte
+ 44-fach auf 15 € Mundpflege+ ca. 300 Punkte
+ Extra-Punkte-Coupons+ 60 Punkte
Payback gesamtca. 1.800 Punkte
Dazu: Revolut Ultra (1 Punkt/€)150 RevPoints

Aus 75 Punkten werden rund 1.800. Das ist der Faktor 24 — für denselben Einkauf, dieselbe Kasse, denselben Geldbetrag. Der einzige Unterschied: zwei Minuten in der App, bevor man losfährt.

Wichtig zur Einordnung: Ob und wie sich mehrere Coupons auf denselben Artikel kombinieren lassen, hängt von den Bedingungen ab. Wir prüfen das immer auf dem Kassenbon nach — und empfehlen euch dasselbe. [EURE ERFAHRUNG: Was habt ihr auf euren Bons beobachtet?]

Der Mengen-Hebel: warum wir auf Vorrat kaufen

Jetzt kommt der Teil, mit dem wir persönlich am meisten herausholen — und der überraschenderweise fast nirgends erklärt wird.

Schaut euch noch mal an, auf welche Kategorien die hohen Multiplikatoren laufen: Wasch- und Putzmittel, Mundpflege, Körperpflege, Toilettenpapier, Tierfutter. Fällt euch etwas auf? Nichts davon verdirbt. Die Produktgruppen mit den fettesten Coupons sind genau die, die man monatelang im Schrank stehen lassen kann.

Daraus folgt unsere wichtigste Regel: Wir kaufen diese Dinge nicht mehr, wenn sie leer werden — sondern wenn der Coupon läuft. Und dann gleich für Monate.

Warum das so viel ausmacht, zeigt der direkte Vergleich. Ein 50-fach-Coupon auf Waschmittel bringt euch bei 30 Euro Einkauf 750 Punkte. Kauft ihr beim selben Coupon den Bedarf für ein Vierteljahr, also 120 Euro, sind es 3.000 Punkte. Gleicher Coupon, gleicher Aufwand, viermal so viel Ertrag — und ihr hättet das Waschmittel ohnehin gekauft, nur eben verteilt über die nächsten Monate zur Basisquote von 0,5 Prozent.

Ein echter Vorratseinkauf, durchgerechnet

So sieht bei uns ein Vorratseinkauf aus, wenn mehrere Kategorie-Coupons gleichzeitig laufen:

Vorratseinkauf statt Häppchen
Wasch- & Putzmittel, 3 Monate (120 €) — 50-fach3.000 Punkte
Mundpflege, 6 Monate (60 €) — 44-fach1.320 Punkte
Körperpflege & Rasur, 3 Monate (80 €) — 33-fach1.320 Punkte
Toilettenpapier, 3 Monate (60 €) — 44-fach1.320 Punkte
320 € Einkaufca. 6.960 Punkte
Dieselben 320 € ohne Coupons160 Punkte

Knapp 70 Euro Gegenwert auf einen 320-Euro-Einkauf. Das sind rund 22 Prozent — für Dinge, die ihr sowieso verbraucht, nur eben früher gekauft. Ohne Coupons wären es 1,60 Euro gewesen.

Wenn ihr das vier- bis fünfmal im Jahr macht, sobald die passenden Coupons auftauchen, seid ihr allein mit dieser einen Gewohnheit bei rund 30.000 Punkten jährlich, wäre aufjedenfall schon ein Hin- und Rückflug mit Lufthansa von Deutschland nach Reykjavik, Island, allerdings in Economy. Das ist mehr, als die meisten Payback-Nutzer in fünf Jahren sammeln.

Wo die Strategie ihre Grenzen hat

Damit das nicht nach hinten losgeht, hier ehrlich die Kehrseite:

Und noch ein Hinweis, den wir wichtig finden: Sammelt eure Punkte für eure eigenen Einkäufe, darunter können aber auch Käufe für Freunde und Familie sein. Allerdings solltet ihr nicht übertreiben und für mehrere tausend € auf einmal einkaufen, dann kann es durchaus gut vorkommen, das die Punkte von Payback aufgrund der Nutzungsbedingungen storniert werden. Kam bei uns allerdings noch nie vor, unser normaler Warenkorbwert inkl. Produkte für Freunde und Familie liegt bei passenden Coupons bei 6-700€.

Der zweite Stapel: womit ihr bezahlt

Jetzt kommt der Teil, den die meisten komplett übersehen. Payback belohnt euch dafür, dass ihr einkauft. Die richtige Bezahlkarte belohnt euch zusätzlich dafür, womit ihr bezahlt. Beides zusammen läuft parallel — und genau das machen wir an jeder Kasse.

Wir zahlen ausschließlich mit unserer Revolut-Karte. Im Ultra-Abo gibt es 1 Punkt pro ausgegebenem Euro. Auf unseren 150-Euro-Einkauf sind das noch einmal 150 RevPoints obendrauf — für dieselbe Tüte Einkäufe, für die Payback parallel seine Punkte gutschreibt.

Ein Hinweis zur Ehrlichkeit: Das Ultra-Abo kostet monatlich Geld. Bei uns rechnet sich das, weil [EURE BEGRÜNDUNG: ab welchem Umsatz? Welche anderen Ultra-Leistungen nutzt ihr?] — für jemanden mit kleinem Kartenumsatz kann ein günstigeres Abo die bessere Wahl sein. Rechnet das für euch selbst durch, bevor ihr wechselt.

Wichtig zu wissen: Payback-Punkte und RevPoints sind zwei verschiedene Währungen. Payback wandert zu Miles & More, RevPoints gehen zu Flying Blue, Avios und Co. Ihr sammelt also nicht in einen Topf, sondern in zwei — was kein Nachteil ist, sondern euch beim Buchen mehr Auswahl gibt.

Die Wechselgeld-Funktion: unser Spartopf für die nächste Reise

Eine Sache nutzen wir zusätzlich, und die wird oft falsch erklärt — deshalb hier ganz sauber: die Wechselgeld-Funktion. Revolut rundet dabei jede Kartenzahlung auf den nächsten Euro auf, und die Differenz wird abgebucht und in Punkte umgewandelt. Der Kurs liegt bei 2 Cent pro Punkt. Über einen Multiplikator (1-fach bis 10-fach) lässt sich einstellen, wie viel dabei jeweils beiseitegelegt wird — wir stehen meistens auf 3-fach.

Ein Beispiel: Ihr zahlt 147,60 Euro an der Kasse. Aufgerundet wären das 40 Cent, bei 3-fach also 1,20 Euro, die zusätzlich abgehen. Dafür landen 60 Punkte auf dem Konto.

Wichtig ist uns, das klar zu sagen: Diese Punkte sind nicht geschenkt. Ihr kauft sie. Wer euch die Funktion als Gratis-Bonus verkauft, hat sie nicht verstanden.

Trotzdem lassen wir sie an — weil wir sie nicht als Punktekauf sehen, sondern als Sparplan für die nächste Reise. Es sind Cent-Beträge pro Zahlung, die wir im Alltag ehrlich gesagt nicht merken. Am Monatsende steht da eine Summe, die wir sonst irgendwo nebenbei ausgegeben hätten — und die jetzt in Richtung Business Class arbeitet. Für uns fühlt sich das an wie das Sparschwein früher auf der Kommode, nur automatisch.

So sah das bei uns im Juli aus: [EURE ZAHLEN — wie viele Punkte übers Wechselgeld, welcher Betrag insgesamt? Screenshot dazu.]

📷 BILD HIER: Screenshot eurer Juli-Übersicht

Pflicht ist das aber ausdrücklich nicht. Wer sparsamer unterwegs ist oder seine Punkte lieber ausschließlich durch Umsätze sammelt, lässt die Funktion einfach aus und verliert dabei nichts — die Punkte fürs normale Bezahlen laufen unabhängig davon weiter. Und wer sie nutzt, sollte eine Zahl im Blick behalten: Holt ihr beim Einlösen mehr als 2 Cent pro Punkt heraus, geht die Rechnung auf. Bei guten Business-Class-Buchungen ist das machbar, bei einer durchschnittlichen Prämienbuchung eher nicht.

Unser Merksatz: Punkte fürs Bezahlen sind geschenkt. Punkte aus dem Wechselgeld sind gespart. Beides bringt euch nach vorne — man sollte nur wissen, was gerade passiert.

Und wie weit kommt man damit wirklich?

Jetzt der Teil, den die meisten Ratgeber schönreden — wir machen es lieber ehrlich.

Eine Sache müssen wir vorweg klarstellen, weil sonst die Zahlen nicht zusammenpassen: Unser 150-Euro-Beispiel oben ist ein guter Einkauf — einer, bei dem mehrere Coupons zufällig gut zusammenfielen. So läuft nicht jede Woche. Warenkorb-Coupons sind nur einmal einsetzbar, und die starken Kategorie-Coupons rotieren. Wer diesen Einkauf einfach mal zwölf nimmt, landet bei Zahlen, die er nie erreichen wird.

Deshalb hier die ehrliche Jahresrechnung für einen Haushalt, der rund 600 Euro im Monat bei Edeka lässt — also 7.200 Euro im Jahr:

Ein Jahr Edeka, realistisch gerechnet
Vorratseinkäufe (4× im Jahr, zusammen ca. 1.000 €)ca. 28.000 Punkte
Normale Wocheneinkäufe (ca. 6.200 €)ca. 10.000 Punkte
Payback gesamtca. 38.000 Punkte
Dieselben Einkäufe ganz ohne Coupons3.600 Punkte
Dazu Revolut Ultra (1 Punkt je €)7.200 RevPoints

Schaut euch die erste Zeile noch einmal an. Die Vorratseinkäufe machen keine 15 Prozent eures Umsatzes aus — aber fast drei Viertel eurer Punkte. Wenn ihr aus diesem ganzen Beitrag nur eine Sache mitnehmt, dann diese: Der große, gut geplante Einkauf auf die starken Kategorie-Coupons ist wichtiger als alles andere zusammen.

Und die vierte Zeile zeigt, worum es überhaupt geht: Dieselben Lebensmittel, dieselbe Kasse, derselbe Betrag — einmal 38.000 Punkte, einmal 3.600.

Dazu kommen über die Revolut-Karte noch einmal rund 7.200 RevPoints im Jahr allein aus dem Supermarkt — und die sammeln sich bei jeder anderen Kartenzahlung genauso weiter.

Da Payback-Punkte 1:1 in Miles & More Meilen wandern, sind das rund 38.000 Meilen pro Jahr — aus Einkäufen, die ihr sowieso getätigt hättet. Wartet ihr mit dem Transfer auf eine der Bonus-Aktionen (die gibt es ein- bis zweimal im Jahr, zuletzt mit 10 %, früher auch mit 25 %), kommen nochmal ein paar Tausend obendrauf.

Was heißt das für einen Prämienflug? Unser Rückflug aus Bangkok in der KLM Business Class hat 170.000 Punkte gekostet. Bei 38.000 im Jahr wären das gut vier Jahre — mit Edeka allein also ein längeres Projekt, aber es gibt ja glücklicherweise noch sehr viel andere Partner und auch Fixkosten die man zahlen muss, selbst auf eure Miete bekommt ihr mit Revolut Punkte gutgeschrieben. Wer euch etwas anderes erzählt, rechnet nicht nach.

Aber — und das ist der eigentliche Punkt — niemand sammelt nur bei Edeka. Payback funktioniert auch bei Aral, dm, Netto und Hunderten Online-Shops. Dazu kommen bei uns die Punkte über unsere Bezahlkarte. In dieser Kombination wird aus dem Mehrjahresprojekt eine Sache von ein bis zwei Jahren — und dann sitzt man vorne im Flieger.

Der Supermarkt ist also nicht der Motor. Er ist ein sehr zuverlässiger Baustein, der jeden Monat still weiterläuft.

Fünf Regeln, die wir uns angewöhnt haben

  1. Alle Coupons aktivieren, immer. Auch die, die man vermeintlich nicht braucht — sie kosten nichts und man weiß vorher nie, was im Wagen landet oder schaut zumindest bevor ihr etwas kauft, einmal was gerade an Coupons in der App verfügbar ist, selbst wenn mal keine Coupons für den jeweiligen Partner da sind, müsst ihr trotzdem eure Karte beim bezahlen vorzeigen, dann sammelt ihr zumindest die Standardpunkte und das ist immernoch besser als gar keine. 😉 In unserer App stehen deshalb dauerhaft null nicht aktivierte Coupons.
  2. Großeinkäufe auf den x-fach-Coupon legen. Wenn ein „10-fach auf den Einkauf“ läuft, wird das die Woche für den großen Einkauf — und nicht die davor.
  3. Haltbares auf Vorrat kaufen, wenn der Kategorie-Coupon läuft. Waschmittel, Zahnpasta, Duschgel gehen nicht schlecht. 50-fach nimmt man mit.
  4. Nie etwas kaufen, das man nicht braucht. Der häufigste Fehler. Ein 3-Euro-Produkt für 40 Extra-Punkte ist ein Minusgeschäft.
  5. Punkte liegen lassen. Nicht an der Kasse verrechnen, nicht auszahlen — sammeln und auf den nächsten Transferbonus zu Miles & More warten. Warum das den größten Unterschied macht, steht in unserem Beitrag HIER.

Was Coupons nicht können

Zum Schluss noch die Ehrlichkeit, die wir uns selbst auch wünschen würden: Payback-Coupons machen euren Einkauf nicht billiger. Ihr zahlt an der Kasse denselben Betrag. Was ihr bekommt, ist ein Gegenwert von 5 bis 25 Prozent in einer Währung, die ihr erst später und nur an bestimmten Stellen einsetzen könnt.

Das lohnt sich richtig — aber nur, wenn ihr wisst, wofür ihr die Punkte am Ende einsetzt. Und genau deshalb geht bei uns jeder gesammelte Punkt in Richtung Prämienflug statt in den Prämienshop.

Wie wir das im Detail machen und mit welchen Programmen wir arbeiten, findet ihr auf unserer Partner-Seite. Und wenn der nächste Transferbonus startet, schreiben wir es im Newsletter — dann wisst ihr genau, wann sich das Sammeln richtig auszahlt.

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